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Barrierefreiheit: Google bietet kostenlosen Kurs

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Berücksichtigt man jedoch in erster Linie die Menschen, die aufgrund vorübergehender oder permanenter Behinderung auf die Barrierefreiheit und somit problemlose Zugänglichkeit von Internetseiten angewiesen sind, dann geht es hier nicht mehr nur um einen angenehmen Vorteil sondern vielmehr um ein Muss. Wer sich dessen bewusst ist und sich mit dem Thema "wie mache ich eine Internetseite barrierefrei" näher beschäftigen möchte, für den bietet Google auf der Seite Udacity einen kostenlosen Online-Kurs zu diesem Thema an – "Web Accessibility by Google, Developing with Empathy". Jedoch sollten Interessenten bereits über HTML-, CSS- und JavaScript-Kenntnisse verfügen.

Experten vermitteln das Wissen

In dem ca. zweiwöchigen Online-Kurs bringen Alice Boxhall (Google), Rob Dodson (Google) und Michael Wales (Udacity) den Teilnehmern das Wissen über praxisnahe Übungen näher und zeigen ihnen wann und warum Nutzer auf barrierefreie Inhalte angewiesen sind. Learning by Doing lautet die Devise. Am Ende des Lehrgangs soll jeder Teilnehmer einen tieferen Einblick in das Thema Barrierefreiheit erhalten haben. Sie sollen verstehen, wie man eine Internetseite so anlegt, dass sie problemlos mit einem Screenreader genutzt werden kann, welche Rolle Semantik bzw. semantischer Quellcode und die Anreicherung mit Aria spielen. Der Kurs ist in 6 Lektionen unterteilt. Jede Lektion beschäftigt sich jeweils mit einem Schwerpunkt-Thema. Die Schwerpunkte sind:

Accessibility im Überblick

Im ersten Step lernen die Teilnehmer warum Accessibility überhaupt relevant ist und wen es betrifft. Darüber hinaus werden sie zum ersten Mal mit den Web Accessibility Guidelines in Berührung kommen und Checklisten ermitteln, die ihnen dabei helfen, ihre eigenen Seiten barrierefrei zu gestalten.

Fokus

Diese Lektion wird sich unter anderem damit beschäftigen, wie Internetseiten angelegt sein müssen, damit sie problemlos über die Tastatur navigiert werden können (Tastatursteuerung). Dabei werden die Teilnehmer auch an knifflige Aufgaben herangeführt. Beispielsweise die Herstellung der korrekten Tastaturreihenfolge in Formularen oder der Umgang mit Offscreen positionierten Elementen, wie sogenannte Burger-Menüs.

Grundwissen Semantik

Im Kapitel "Grundwissen Semantik" erfahren die Seminarteilnehmer, wie eine Internetseite für Menschen, die eine Standard-Benutzeroberfläche nicht bedienen können, gestaltet sein muss. Sie werden selber einen Screenreader zum Testen nutzen und dabei erfahren, wie verbessertes Markup zu einer besseren Orientierung mit einem Screenreader führt.

Extras Semantik

Hier wird noch ein bisschen tiefer auf das Thema Semantik eingegangen. Auch hier geht es in erster Linie darum, wie man Webseiten für Screenreader-Nutzer so anreichern kann, dass sowohl die Orientierung als auch die Navigation deutlich verbessert wird. Hierzu lernen die Kursteilnehmer, wie Screenreader-Nutzer sich überhaupt innerhalb einer Seite orientieren und welche Mechanismen zur Navigation zur Verfügung stehen (Stichwort: Überschriften, Title-Attribute, Landmark-Roles, etc.).

Semantik – Aria

Eigentlich soll HTML5 ja bereits eine deutliche Verbesserung der Semantik und damit der Orientierung innerhalb von Webseiten und interaktiven Anwendungen bieten. In der Realität reicht das für Screenreader-Nutzer zumeist aber noch nicht aus. Hier kommen ARIA-Anreicherungen ins Spiel. Die Kursteilnehmer lernen, wie sie HTML-Elemente so anreichern, dass sie für Vorlesesoftware (Screenreader) verständlich und verwertbar sind.

Gestaltung / Style

Die dritte Säule (nach Tastatursteuerung und Quellcode-Semantik) ist in diesem Online-Kurs das Thema Gestaltung/Styling/CSS. Während Semantik und ARIA de facto ausschließlich Vorlesesoftware (Screenreader) adressieren, geht es in diesem Kapitel schwerpunktmäßig um Menschen mit Sehbehinderung, die von gut sichtbarem Tastaturfokus, guten Kontrasten, Text-Vergrößerungsmöglichkeiten und grundsätzlich verbesserter Benutzerführung profitieren. In diesem Bereich geht es auch um Zugänglichkeits-Probleme, die durch CSS-Styling häufig erst auftauchen.

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