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Rückschritt statt Fortschritt: Technology Review

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Immerhin gibt es nun einen (sic!) Blog, aber, und hier geht es schon los, ohne RSS-Feed. Enttäuschend für für einen Verlag, das sich tagtäglich mit Technologien beschäftigt und in der aktuellen Ausgabe seines Magazins c't unter anderem das Thema Web 2.0 behandelt.

Blick unter die Haube

Schauen wir uns die neu gestaltete Website von TR näher an. Über Design lässt sich bekanntlich streiten, aber was dem Benutzer hier geboten wird kann auch Heise nicht mehr allein mit "Politik" entschuldigen. Zurückhaltend ist man jedenfalls nicht:

Die deutsche Ausgabe von Technology Review hat ihren Internetauftritt inhaltlich und grafisch umfassend überarbeitet. Er verbindet jetzt die inhaltliche Tiefe des gedruckten Heftes mit den technischen Möglichkeiten des Web

Nein, das tut der Auftritt eben nicht. Weder im gestalterischen Sinn, noch sonstwie. Richtig schlimm wird es hinter den Kulissen: Eine DTD fehlt ganz und für das Layout wurden nicht nur mehrfach geschachtelte Tabellen verwendet, auch auf die guten alten Pixel-GIFs wurde nicht verzichtet. Und zwar auf besonders interessante Art und Weise, wie im Fall der unsichtbaren Übersprungmarken:

<div class="sprungmarke">

  <a href="#inhalt"><img src="/icons/ho/1pix.gif" width="1" height="1" alt="Zum Inhalt" border="0"></a>

</div>

Gut gemeint, schlecht gemacht. Zumindest für sehbehinderte Menschen. Kreativität beweisen die Heise-Entwickler zudem mit beliebig eingestreuten, selbsterfundenen HTML-Tags: <skyscraper>, <cadv> und <contentbanner>. Alternativ-Texte bei Bildern? Fehlanzeige. Dann aber eine Überraschung: Innerhalb der Texte wurde fast korrektes und halbwegs semantisches Markup verwendet. Hier geht es dann plötzlich, wenn man einmal von den Überschriften absieht, die wahlweise mit h2 und h4 ausgezeichtet werden, wobei aber die übergeordneten Überschriften jeweils fehlen. Unschön, aber in der Praxis leider häufig anzutreffen.

Fazit

Alles in allem eher schlecht als recht. In Sachen Barrierefreiheit und Usability gibt es noch viel zu tun für einen Verlag, der sich mit Technologie einen Namen machen will und der es aufgrund seiner Erfahrung eigentlich besser wissen sollte. 

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