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Lingulab entwickelt Web-Lesbarkeitsindex

21. Oktober 2008

Wer kennt sie nicht, die langen, ununterbrochenen, kommalosen Online-Texte, die man nicht lesen möchte? Von diesem Problem hatte wohl auch Saim Alkan die Nase voll und hat sich daraufhin eine entsprechende Lösung überlegt. Zusammen mit media access gründete er 2008 die LinguLab GmbH in Stuttgart und entwickelte den Web-Lesbarkeitsindex (WLI).

Der Index überprüft Texte nach der Eingabe auf Lesbarkeit und Webtauglichkeit und liefert anschließend einen Infotext, der zur Qualitätsverbesserung der Texte dient. Im Vordergrund steht die Verständlichkeit, die durch verschiedene Eigenschaften, wie Satzlänge, Wortlänge, Wortschatz und andere Faktoren, überprüft wird. Der nächste Schritt ist die Webtauglichkeit. Diese wird durch die Überprüfung der Leseunterstützung am Bildschirm getestet. Vor der Prüfung hat man die Möglichkeit auszuwählen, auf welche Aspekte der Text überprüft werden soll. Abschließend wird der Text analysiert und nach einem Ampelsystem bewertet.

Die WLI-Software wird im Lizenzmodell verkauft und kann in jeden redaktionellen Arbeitsablauf eingebunden werden. Auch eine webbasierte Version ist in Planung. Jedoch werden kleinere Unternehmen wohl keine Chance haben, ihre Online-Texte auf Lesbarkeit und Webtauglichkeit prüfen zu lassen, da sich WLI hauptsächlich an große DAX-Unternehmen wendet. Doch so schön dieses Programm auch sein mag, es hat natürlich auch einen Haken. Ob es nun ein "kleiner" Haken ist, liegt im Auge des Betrachters. Und zwar kostet eine Unternehmenslizenz stolze 47.500 Euro. Bei dieser Summe fragt man sich, ob man nicht auf die "Intelligenz" der Software verzichtet und selbst kurze, prägnante und aussagekräftige Online-Texte verfassen kann und hierfür die ein oder andere Schulung für Redakteure nutzt. Günstiger ist diese Variante allemal.

Mit dem Artikel "Texten für das Internet" haben wir bereits einen ähnlichen Beitrag veröffentlicht.

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