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Zweiter Tag der Contentmanager.days 2005

8. November 2005

Der zweite Tag beginnt mit einem Themenblock, dem wir uns beim Barrierekompass schon seit mehreren Jahren intensiv widmen: Weblogs. Aus verschiedenen Perspektiven wird die Blogosphäre beleuchtet, vom Benutzer bis zum Betreiber, vom Journalisten bis zur Freizeitbeschäftigung. Scheinbar hat das Thema jetzt den Weg in die Köpfe der IT-Verantwortlichen gefunden - zumindest bei Herstellern und Anbietern von Content Management Systemen.

Tag 2, 08.11.2005

Alle Beiträge in der Einzelkritik gibt es im folgenden Line-Up, wie schon am gestrigen Tag. Natürlich direkt mit einer subjektiven Einschätzung zum entsprechenden Vortrag. Kurz und bündig.

Was macht Online-Angebote akttraktiv?
Was sind die Kriterien für guten E-Content?

Überraschung am frühen Morgen: Das Beitragsthema hat sich gewandelt und dreht sich jetzt um Weblogs. Neue Zahlen aus zwei verschiedenen Studien werden präsentiert, mögliche Anwendungsgebiete von Weblogs aufgezeigt und der Schwerpunkt bei Journalisten gesetzt, die Blogs häufig eher kritisch beurteilen. Ein erfrischender Beitrag ohne Schnörkel, der - im Gegensatz zum gestrigen Tag - sofort zu Diskussionen anregt. So kann es weitergehen!

Referent: Dr. Martin Welker

Praxisbeispiel:
Business-Blogs im professionellen Einsatz bei der Rheinischen Post

Noch mehr Blogs, dieses Mal aus dem Cross-Media-Blickwinkel, der durchaus interessant ist. Gezeigt werden konkrete Anwendungsbeispiele für Business Blogs, von Zeitung bis Intranet, von klein bis gigantisch. Fazit des Vortrags: Weblogs verändern die Art und Weise, wie wir kommunizieren. Gut gemachte Blog-Strukturen initiieren Kommunikation, schaffen neue Gestaltungsräume und sorgen für mehr Dynamik. Ein praxisnaher Vortrag mit vielen Antworten und ein Ansatzpunkt für die anschließende Diskussion - die Teilnehmer sind heute etwas aktiver als gestern.

Referent: Robert Ammon

Umstrukturierung in Unternehmen und Verwaltungen:
Herausforderung an personalisierte Intranets

Viel mehr als eine Produktpräsentation gibt dieser Vortrag nicht her. Das zeigen auch die Folien, die etwas überfrachtet wirken. Personalisierbare Intranets sind sicherlich eine große Herausforderung, allerdings gibt es schon heute viele Content Management Systeme, auch aus dem Open Source Bereich, die derartige Funktionen standardmäßig abdecken. Das war langweilig.

Referent: Dirk Liesch

Barrierefreiheit in der praktischen Umsetzung:
Ein Erfahrungsbericht der Materna GmbH

Am Beispiel der eigenen Website wird gezeigt, warum Barrierefreiheit auch für Unternehmen Sinn macht. Ein gelungener Bogen vom Gewinn der Ausschreibung von BundOnline bis hin zur eigenen barrierefreien Website und dem SiteBOp. Kleinere Fehler in der Präsentation stören den guten Gesamteindruck aber nicht. Über die Qualität der Materna-Website darf man aber diskutieren, denn im Detail fehlt es der Website an BITV-Konformität.

Referent: Michael Breitenbach

Barrierefreiheit im Saarland:
Das Gesamtkonzept von der Planung bis zur Qualitätskontrolle der Website

Kommunen, Typo3 und Barrierefreiheit sind die Schlagworte hinter dem Vortrag. Am Beispiel der saarländischen Gemeinde Illingen wird gezeigt, wie Barrierefreiheit als Leitkonzept von der Planung bis zur Qualitätssicherung fungiert. Ein Kommentar zum Vortrag ersetzt das eigene Votum: "Sehr unterhaltsam - so habe ich das Thema noch nie erlebt."

Referent: Ansgar Hein

Prozesse und Abläufe:
Wie Online-Redaktionen scharfe Klippen umschiffen

Höchst unterhaltsam, was der Autor des Buches "Texten für das Internet" zu erzählen weiß. Was taugen Workflows, wenn man weniger als fünf Redakteure hat, die im gleichen Raum sitzen? Und warum wird der Technik soviel Aufmerksamkeit geschenkt, wohingegen Inhalte sehr stiefmütterlich behandelt werden? Witzig, unterhaltsam und sehr informativ. Ein Highlight des heutigen Tages!

Referent: Saim Alkan

Recht im Content Management:
Die neuesten Entwicklungen, die Contentmanager kennen müssen

Rechtliche Aspekte kommen im Internet häufig viel zu kurz. Von den Allgemeinen Geschäftsbedingungen bis zu den Bestimmungen der GPL und wettbewerbsrechtlichen Aspekten reicht der Vortrag. Hier gibt es zwar keine Rechtsberatung, aber wertvolle Tipps für die Praxis. Stichwort: Gewährleistungspflicht. Schauen Sie mal in Ihre Geschäftsbedingungen und fragen Sie den Rechtsanwalt Ihres Vertrauens!

Referent: Jörg Bange

Chancen und Risiken von Open Source Content Management Systemen am Beispiel von Typo3

An Typo3 kommt man bei den diesjährigen Contentmanager.days nicht vorbei. Hier allerdings wirklich nur exemplarisch herausgehoben, der Vortrag selbst zielt mehr auf Open Source CMS ab. Die meisten Punkte sind bekannt, teilweise werden sogar Vorurteile gepflegt, wie beispielsweise das Fehlen von professionellem Support für Open Source Systeme. Dafür ist die Präsentation selbst sehr ansprechend, aber nach der Pause etwas zu steif.

Referent: Stefan Bauer

Online-Kommunikation mit Open-Source-Lösungen:
Ein "Grünen CMS" für alle Gliederungen und KandidatInnen

Das letzte Mal Typo3 für heute, am Beispiel des Bundestagswahlkampfs der Grünen im Internet. Da geht es um Schlagworte, wie Content Syndication und einheitliches Corporate Design. Nicht bahnbrechend neu, aber interessant zu wissen. Neues über Typo3 und Content Management erfährt man leider nicht.

Referent: Frederic Sell

Enterprise Content Integration mit eZ publish:
Enterprise Application Integration mit Open Source

Lockerer und leichter Beginn des letzten Vortrags, obwohl das Thema durchaus komplex ist. Es geht um die Integration von Applikationen mit Hilfe des Content Management Frameworks eZ Publish. Hier kann man noch was lernen, denn der Vortrag hat nicht nur Praxisbezug, sondern vermittelt auch komplexe Themen sehr anschaulich. Allerdings wird auch klar: eZ Publish ist ein sehr mächtiges Werkzeug, das für komplexe Lösungen geeignet ist, aber auch nach Experten verlangt.

Referent: Sandro Groganz

Im Anschluss an die Veranstaltung folgt - wie bereits im letzten Jahr - ein bunter Abend mit einer Veranstaltung und anschließendem Beisammensein, neudeutsch !"Get together" genannt. Dann ist wieder viel Zeit und Raum für Fragen, Antworten und regem Ideenaustausch. In den Kaffeepausen reicht dafür leider oft die Zeit nicht, deswegen ist dieser Veranstaltungs-Ansatz eine tolle Idee. Morgen geht es dann in die Praxis-Workshops, bei denen viele der Referenten noch einmal aktiv sein werden.

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