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Zielgruppe 50plus

20. April 2005

Wussten Sie, dass nur rund 15 Prozent aller Anzeigen, die in Zeitschriften für Senioren geschaltet wurden, einen Bezug zur Zielgruppe 50plus herstellen? Und das, wo genau dieser Markt als Consumer-Markt attraktiv wie kaum ein anderer ist. Erschreckende Zahlen, die in Werbeagenturen die Alarmglocken schrillen lassen sollten, meldet eine aktuelle Studie der Deutschen Direktmarketing Akademie aus Berlin.

Was Edwin E. Braatz im Barrierekompass bereits in vielen Artikeln äußerte scheint unter Werbefachleuten noch nicht angekommen zu sein. Vielleicht liegt es daran, dass die Zielgruppe 50plus nicht attraktiv genug ist? Mitnichten. Das Magazin Absatzwirtschaft und dessen Online-Plattform "Marketing im Mittelstand" sehen ein beträchtliches Potential:

Frage: Wann ist ein Consumer-Markt attraktiv? Antwort: Wenn er genügend Marktteilnehmer aufweist, wenn diese aktiv konsumieren und über eine entsprechende Finanzkraft verfügen. Alle drei elementaren Voraussetzungen für einen attraktiven Consumer-Markt fallen heute schon für den 50plus-Markt positiv aus.

Demzufolge haben werbetreibende Unternehmen samt verantwortlicher Agenturen ihre Hausaufgaben nicht gemacht und die Zielgruppe aus den Augen verloren. Wobei die Studie der DDA noch einen Schritt weitergeht und genau jene Anzeigen auswertet, die die Zielgruppe 50plus ansprechen. Hier zeigt sich, dass vielfach Produkte und Dienstleistungen beworben werden, die altersübergreifend Verwendung finden, also lediglich durch die Marketingkommunikation einer speziellen Zielgruppe zugeordnet werden. Also doch ein positiver Ansatz, der allerdings ausbaufähig ist.

Vor allem in einem veränderten Rollenbild der Älteren in der Werbung manifestiert sich den Studienergebnissen nach ein neues und positives Bild der Zielgruppe 50plus: Mehr als 50% aller Senioren bevorzugen Anzeigen mit lebensbejahenden und aktiven Elementen, in denen ältere Mitbürger nicht in der althergebrachten Oma- oder Opa-Rolle gezeigt werden. Das sollte den Werbern zu denken geben, denn bis auf wenige Ausnahmen werden hier noch Stereotype abgehandelt, die in das Schema "Gesundheit - Krankheit - Fitness" passen.

Die Inhalte der Studie sind als 45 Seiten starkes Dokument bei der DDA zum Preis von 32 Euro erhältlich.

Bildquelle: Flickr.com

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