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Web Accessibility Visualizer

15. März 2005

Wie entdeckt man Barrieren in einer Internetseite? Denn erst mit dem Erkennen kann man sie ja auch beseitigen. Wir haben in der Vergangenheit bereits einige Werkzeuge hier vorgestellt, die Entwicklern und Entscheidern gleichermaßen helfen können, einen barrierefreien Internetauftritt ins Netz zu stellen. Heute stellen wir ein noch in der Entwicklung befindliches Werkzeug vor - den Web Accessibility Visualizer.

Es handelt sich hierbei um ein kostenloses Online-Tool, das in seiner Funktionsweise dem aDesigner von IBM nicht unähnlich ist, jedoch andere Schwerpunkte setzt und bei weitem nicht so umfangreich ist. Dafür ist es plattformunabhängig, so dass auch Nicht-Windows-Benutzer in den Genuss des Tools kommen. Und das sagen die Entwickler selbst über das Werkezug:

Der Web Accessibility Analyzer ist ein Werkzeug, dass entwickelt wurde, um Menschen beizubringen, wie man mit Barrieren im Internet umgeht. Es hilft einem dabei, Internetseiten so zu analysieren, dass man selbst sieht, wie zugänglich jede einzelne Seite ist. Wenn Sie dieses Werkzeug schon einmal benutzt haben oder ohnehin wissen, wie man es benutzt, dann wählen Sie einfach die URL einer Website aus, die Sie testen möchten und geben diese in der Adresszeile ein, um herauszufinden, wie zugänglich diese Seite ist. Falls Sie noch ungeübt im Umgang mit diesem Tool sind, folgen Sie bitte den Anweisungen in der Testseite. 

Man benötigt also ein paar Englischkenntnisse, oder etwas Geduld, um selbst herauszufinden, wie der Web Accessibility Visualizer (oder heißt er nun doch Analyzer - so ganz mochte man sich wohl nicht festlegen) funktioniert. Auf der linken Seite befindet sich ein Menü, das die einzelnen Tests enthält, die man mit der ausgewählten Seite durchführen kann. Das reicht von der Nur-Text-Darstellung bis hin zur Validierung. Immer dann, wenn ein Test durchgeführt wurde, zeigt ein Lupen-Symbol neben dem Menü-Eintrag dies an. Das Ergebnis wird direkt im Browser visualisiert.

Unser Urteil 

Besonders gut gefallen haben uns die Optionen zur Darstellung von Tabellen, die deutlich zeigen, wie sinnvoll Datentabellen sind und ob Layout-Tabellen linearisierbar sind. Zudem kann man sich alle Links der Seite inklusive der Linktexte und der zugehörigen URL in einer Tabelle auflisten lassen. Derart aus dem Kontext gerissen können sinnvolle Linktexte sehr viel leichter erstellt werden oder man kann Zusatz-Attribute, wie das title-Attribut, besser befüllen. Die gleiche Anzeige-Option gibt es für Bilder, bei denen nicht nur das Bild, sondern der zugehörige Alternativtext und die Bildgröße angegeben wird. Zudem wird das Bild als Layout-Bild (ohne Alternativtext), informatives Bild (mit Alternativtext) oder als verlinktes Bild gekennzeichnet.

Der Nachteil an dieser Methode ist der, dass man noch immer selbst prüfen muss, ob eine Seite barrierefrei ist oder nicht. Das hierzu notwendige Fachwissen ist beträchtlich und man muss es sich selbst aneignen. Vollständig ist der Test auch nicht, aber es ist ein Ansatz. Wer es gerne ausführlicher und verständlicher mag, dem legen wir unseren Barriere-Check® Pro ans Herz.

Die Kollegen von Einfach für Alle haben das Werkzeug zusammen mit anderen bereits vor ein paar Tagen kurz vorgestellt - da waren wir etwas zu langsam ...

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