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Von Suchmaschinen und semantischem Web

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Auf dem Euroforum-Kongress in Hamburg am 22./23. Februar diskutierten rund 60 Teilnehmer unter dem Titel "Die Macht der Suchmaschinen und Portale" die zukünftige Entwicklung des Suchmaschinenmarktes. Neben der Monopolisierung des Suchmaschinenmarktes, unter anderem durch Google, stand das Thema Suchmaschinenmarketing im Mittelpunkt.

Nicht zuletzt, weil es im Vergleich zur Bannerwerbung immer mehr an Bedeutung gewinnt. Wolfgang Wahlser, Professor und CIO des Deutschen Forschungszentrums für Künstliche Intelligenz, geht davon aus, dass diese Entwicklung sich noch deutlicher abzeichnen wird, wenn Suchmaschinen endlich in der Lage sind, Informationen nicht nur zu finden, sondern diese auch einzuordnen und zu filtern, sprich zu bewerten. Momentan durchforsten Suchmaschinen Internetseiten nach einem eingegebenen Suchbegriff und listen dann alle Seiten auf, wo der Begriff gefunden wurde, auch wenn dieser nur nebensächlich erwähnt wird. Die Suchalgorithmen und Rankingmethoden von Suchmaschinen sollen hier nicht weiter erläutert werden. Der Nutzer muss sich durch zahlreiche Seiten kämpfen, bis er die Information findet, nach der er eigentlich gesucht hat. Daran wird das Problem einer "normalen" Suche deutlich. Bei einer semantischen Suche dagegen erkennt die Suchmaschine den Suchbegriff und dessen Bedeutung und sucht gezielt nach Informationen über diesen Begriff.

Auch für die Barrierefreiheit im Internet ist das semantische Web von großer Bedeutung, denn moderne Ausgabegeräte, vom Browser bis zur Sprachausgabe, können diese semantischen Informationen ebenfalls auswerten. Also zum Beispiel ob eine Überschrift tatsächlich eine Überschrift und eine Datentabelle tatsächlich eine Datentabelle ist. Momentan liegen im Internet, Informationen vermutlich zu 99% in Form von relativ unstrukturierten und semantisch nicht korrekt ausgezeichneten Dokumenten vor. Maschinen können diese Dokumente zwar nach bestimmten Informationen durchsuchen, allerdings können sie diese nicht interpretieren und weiterverarbeiten. Deshalb muss man diese Dokumente immer noch selbst anlesen, und über deren Relevanz und Wahrheitsgehalt entscheiden. Beim "semantischen Web" sollen Maschinen auch diese Funktion übernehmen. Dies funktioniert nur, wenn zu jedem Informationsdokument sozusagen auch ein Beschreibungsdokument vorliegt, das alle relevanten Daten und Zusammenhänge zwischen ihnen beschreibt. Hierfür hat das World Wide Web Consortium (W3C) bereits einen Standard entwickelt, der vorsieht, dass jeder relevante Begriff in einem Dokument mit einer Art URI hinterlegt wird. Allerdings enthält diese nicht die Herkunft, sondern die Bedeutung dieses Begriffs, die von einer Maschine verarbeitet werden kann. Dieses Prinzip heißt Ressource Description Framework (RDF) und bedeutet, dass ein Begriff mit einem Datenpaket hinterlegt wird, der die Ressource bzw. den Begriff selbst und dessen Eigenschaft bzw. Definition enthält.

Abgesehen davon, dass die Entwicklung zum Semantic Web noch Zukunftsmusik ist, eröffnen sich dabei neue Möglichkeiten. Denn mittlerweile enthät das Internet Unmengen von Daten und es werden mit jedem Tag mehr. Deshalb ist es für den Menschen unmöglich, alle ihm theoretisch zur Verfügung stehenden Daten zu nutzen und zu verarbeiten. Das semantische Web könnte helfen, daraus relevante Daten herauszufiltern, was dem Menschen nicht nur das Suchen, sondern vor allem das Finden erheblich vereinfacht.

Quelle: "Internet World Business" vom 5.03.07

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