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Usability, Usability und noch mal Usability!

25. September 2006

Als Betreiber des Barrierekompass sind wir immer auf der Suche nach interessanten Themen für unsere Artikel. Manchmal stößt man dabei auf Fragmente zu Themen, die erstmal liegen bleiben und am Ende vielleicht nie veröffentlicht werden. Und manchmal gibt ein neues Fragment Anlass zu einer Sammelveröffentlichung. So auch heute. Das Thema ist Usability.

Usability nach Schema F

Eine umfangreiche Eyetracking-Studie der Nielsen Norman Group mit unzähligen verschiedenen Internetauftritten hat bei den Testkandidaten ein eindeutiges Lese-Schema gezeigt. Demnach überfliegen Nutzer Webseiten innerhalb von Sekunden zunächst nach einem F-förmigen Schema. Im ersten Schritt scannten die Testkandidaten die Webseiten in horizontaler Richtung im oberen Teil der Seite, um sich danach ein Stück die Seite runter zu bewegen. Dort stiegen die meisten Kandidaten mit einer zweiten horizontalen Lesebewegung im Contentbereich ein. Aus diesem Lese-Schema ergab sich bei jedem Probanden stets das mehr oder weniger eindeutige Lese-Schema F (Benannt nach der Form der Blickbewegung). Jakob Nielsen schlussfolgert daraus, dass Texte im Internet schon in den ersten Absätzen alle zentralen Informationen enthalten sollten.

Usability und Benutzerfähigkeiten

Nicht alle Internetbenutzer Surfen gleich schnell. Das Ergab eine weitere Studie von Jakob Nielsen. Demnach benötigt ein Viertel aller Internetbenutzer fast 2,5 Mal so viel Zeit für bestimmte Aufgaben im Internet, wie die schnellsten Benutzer. Das Ergebnis der Untersuchung weist darauf hin, dass Internetseiten noch immer Nachholbedarf in Sachen Usability haben. Jakob Nielsen betont, dass das Ergebnis der schnellsten Nutzer zeigt, wie schnell eine Aufgabe praktisch in einer bestimmten Zeit zu lösen ist. Jedes langsamere Ergebnis habe laut Nielsen seine Ursachen in mangelnder Benutzerfreundlichkeit. Bei einer perfekten Benutzeroberfläche sollten alle Benutzer in etwa gleich lange für die Erledigung der gleichen Aufgabe brauchen. Fazit: Webseiten nur für die erfahrensten und damit schnelleren Benutzer auszulegen kann sich heute niemand mehr leisten, aber eine verbesserte Usability führt automatisch zu stabileren Benutzerleistung.

Usability und Benutzererwartungen

Im Gegensatz zu den oben genannten Benutzerfähigkeiten können Benutzererwartungen sowohl positiv, als auch negativ auf das Verhalten und die Leistung von Benutzern im Internet wirken. Je nachdem, ob Erwartungen erfüllt werden, oder nicht. Das Fraunhofer-Institut für Angewandte Informationstechnik hat herausgefunden, dass viele Internetbenutzer nach und nach Erwartungen entwickelt haben, wo bestimmte Objekte und Funktionalitäten (zum Beispiel Homebutton, Suchfunktion) auf einer Internetseite angeordnet sind. Laut der Untersuchung ist diese Erwartungshaltung in den letzen Jahren relativ konstant geblieben.

World Usability Day 2006

Am 14. November 2006 findet weltweit wieder der World Usability Day (WUD) statt. Am WUD werden in einem Symposium sowie einer Ausstellung Benutzer, Designer, Ingenieure, Wissenschaftler und Wirtschaftsvertreter über die grundsätzliche Benutzerfreundlichkeit von Produkten referieren, diskutieren und innovative Konzepte und Ideen der Öffentlichkeit präsentieren. Im vergangenen Jahr startete der 36-stündige World Usability Day in Neuseeland und endete auf der DUX 2005 Konferenz an der Westküste der USA. Dazwischen lagen über 115 Veranstaltungen in 35 Staaten.

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