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Style is everything

31. August 2005

Die Mode- und Freizeitindustrie hat bisher noch jeden Bereich unseres Lebens für sich entdeckt. Das verbindende Element heißt Design. Design und Style entscheiden heute über In oder Out. Deshalb passt unser Handy zu unserem Notebook, unser Notebook zu unseren Schuhen und unsere Schuhe zu unserem Arm.

iPod, iMac, iTunes, iBook, iSight oder iArm. Egal. Cybernetic Parts präsentiert das stärkste und schnellste künstliche Body Upgrade der Welt:

Handy, Navigationssystem, Brille, Hörgerät: mobile technische Hilfsmittel helfen dem Menschen in den verschiedensten Lebenslagen. Doch was passiert, wenn eines Tages künstliche Gliedmaßen Teile des Körpers ersetzen? Welche Auswirkungen werden diese Entwicklungen auf die Gesellschaft haben? Welche neuen Märkte werden sich auftun? Welche Werte werden gelten? iArm statt iPod. Zeiss-eyes statt der herkömmlichen Brille? it dem formalen Genre des Werbespots möchte der Film "Cybernetic Parts" diese Fragen aufwerfen. Es geht darum ein künstlerisches Bild einer künstlichen Welt zu entwickeln, in der kybernetische Körperteile zum Alltag gehören.

Mit seinem klassischen 16mm-Film hat Georg Wieland eine irritierende Welt aus Computeranimation und Realbild geschaffen. Irgendwie vertraut und dennoch fremd. Die Mischung aus Nike-Spot, Dirk Nowitzki Werbung für ING DiBa und iPod-Design verunsichert. Wieso kommt eine Armprothese im Gewand eines iArms plötzlich so stylisch daher.

Ist es möglich, dass die Entwicklung auch im Bereich der assistiven und kompensierenden Technologien diese Richtung einschlägt? Wenn man sich die Paralympics heute ansieht muss man davon ausgehen. Unsere Erfahrung hat gezeigt, dass diese Entwicklung aber nicht nur auf Gegenliebe stößt. Sehprothesen für blinde Menschen, oder das Cochlea-Implantat haben in der Vergangenheit zu heftigen Diskussionen geführt. Wie Georg Wieland schon sagt, es geht nicht nur um das, was möglich ist. Es geht vielmehr auch darum, wie die Gesellschaft und deren Werte sich ändern und welche Auswirkung das auf das gesellschaftliche Bild von Behinderung hat.

Für manche Menschen scheint diese Entwicklung bedrohlich. Aber die meisten Dinge, die denkbar sind werden irgendwann Realität. Insofern werden wir auch die Hand eines iArms schütteln. Irgendwann. Unsere heutige Lebensqualität verdanken wir ebenfalls dem Forschungsdrang früherer Generationen, vor dem viele Menschen früher vielleicht auch Angst gehabt haben. Daran wird sich auch in Zukunft nichts ändern. Um es also mit den Worten von Vodafone zu sagen: "Die Zukunft hat begonnen".

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