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Studie: Wie digital sind die Deutschen?

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Gemeinsam mit Staatssekretär Matthias Machnig wurden die gewonnenen Einsichten im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi), das die Studie gefördert hat, präsentiert. Der D21-Digital-Index klärt jährlich über den Digitalisierungsgrad der deutschen Gesellschaft auf. Erfasst werden Bürgerinnen und Bürger ab 14 Jahren. Für diese Studie wurden 20.424 Personen zu unterschiedlichen Themen befragt.

Digitales Abseits

Zwei Ergebnisse des D21-Digital-Index 2017/2018 stachen besonders ins Auge: 32 Prozent der Befragten sind von der Dynamik und der Komplexität der Digitalisierung überfordert. Ein Viertel der deutschen Bevölkerung (16 Millionen Menschen) befindet sich laut Befragung sogar im digitalen Abseits. Diese Menschen partizipieren gar nicht oder nur in sehr geringem Umfang an der digitalen Welt. Das betrifft ganz besonders die über 65-Jährigen. Eine kritische Entwicklung in einer immer älter werdenden Gesellschaft.

Die Studienergebnisse des D21-Digital-Index zeigen: Je jünger, desto digitaler sind die Menschen. Gerade die über 65-Jährigen geraten ins digitale Abseits. Menschen mit hoher Bildung haben einen deutlich höheren Digitalisierungsgrad als Menschen mit niedriger Bildung.

"Um nicht große Teile der Bevölkerung dauerhaft von der digitalen Teilhabe auszuschließen sind deutlichere Anstrengungen in allen Bereichen der Bildung notwendig, sei es in der Schule, Berufsausbildung oder auch der Erwachsenenbildung", so Hannes Schwaderer, Präsident der Initiative D21.

"... Wir müssen dafür sorgen, dass alle Menschen kompetent und souverän an der Digitalisierung teilhaben können – auch im Hinblick auf die Zukunftsfähigkeit unseres Landes", so Mathias Machnig, Staatssekretär im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie.

Digitalisierung und Barrierefreiheit

Diese Ergebnisse zeigen, dass Barrieren nicht immer nur technischer Natur sind. Viele Barrieren finden auf inhaltlicher Ebene statt, oder sind abhängig vom Bildungsgrad und Technologieverständnis. Bei der Erstellung barrierefreier Webseiten geht es nicht nur um die Beseitigung von Barrieren für Menschen mit Behinderung. Die Zielgruppe muss weit größer gefasst werden. So profitiert zum Beispiel auch die immer größer werdende Zahl der Menschen 65-plus. Nebenbei bemerkt die größte Zielgruppe für barrierefreie Internetseiten, denn die meisten Behinderungen sind statistisch gesehen altersbedingt. Zudem spielt mangelnde Bildung eine wichtige Rolle, wie die Ergebnisse der Studie zeigen. Lese- und Schreibschwäche aufgrund niedriger Schulbildung sind die Haupthürden für den Zugang ins Internet. Auch die wachsende Zahl von Zuwanderern hat mit Barrieren aufgrund fehlender Sprachkenntnisse zu kämpfen. Hier kann zum Beispiel der Einsatz von "Leichter Sprache" oder "Einfacher Sprache" helfen. Nicht alle Barrieren hängen also mit einer Behinderung zusammen. Barrierefreie Webseiten können diese Hindernisse beseitigen.

Die Studie finden Sie auf der Internetseite der Initiative D21.

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