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Slidy statt Powerpoint

26. Mai 2006

Präsentationen ohne Powerpoint, Keynote oder Impress zu erstellen ist keine allzu neue Idee. Spätestens seit Eric Meyer seine Idee von S5 unter die Webstandardistas dieser Welt gebracht hat, sieht man immer häufiger gut gemachte Präsentationen, die nur eines benötigen: Einen modernen Browser.

Slidy bei der XTech 

Bei der gerade abgelaufenen XTech, die in diesem Jahr sehr stark unter dem Einfluss von AJAX stand und diesem Trend sogar einen eigenen Themen-Tag widmete, stellte Dave Raggett seine Version einer browserbasierten Slideshow vor, die sich seit den ersten Schritten bereits stark weiterentwickelt zeigt. Unter dem Namen Slidy hat Dave Raggett ein weitgehend zugängliches Slideshow-Paket entwickelt, dass sich zudem weiter ausbauen lässt. Ähnlichkeiten mit Projekten, wie S5 von Eric Meyer, SlideML von Bitflux und PerlPoint von Jochen Stenzel sind keinesfalls zufällig, sondern das Ergebnis einer intensiven Auseinandersetzung mit dem Thema.

Das verdeutlichen auch zahlreiche Zusatzfunktionen, die beispielsweise Jon Udell in einem Beitrag hervorhebt. Beispielsweise kann man durch simple Ergänzungen im JavaScript-Code am Ende eines Beitrags eine Folie mit allen in der Präsentation enthaltenen Weblinks automatisch einfügen lassen und das ist sicherlich eine der einfachsten Möglichkeiten, um Slidy zu erweitern.

Wer sich übrigens über die Namensverwandtschaft zu Tidy wundert, dem sei gesagt, dass Dave Raggett auch der Ziehvater von Tidy ist - guter Quellcode darf also auch bei Slidy vorausgesetzt werden.

Slidy, S5 und andere Slideshows 

Was Slidy wohl maßgeblich von anderen Slideshows unterscheidet, verdeutlichte der Vortrag von Dave Raggett anlässlich der XTech in Amsterdam. Ein großer Teil seiner Präsentation widmete sich der Erstellung einer Slideshow für Anwender ohne HTML- und CSS-Kenntnisse. Mit Hilfe eines W3C Slidemaker Tools möchte man zukünftig einen einfachen WYSIWYG-Editor zur Verfügung stellen, der die Erstellung von Slideshows so einfach machen soll, wie es die Programme Powerpoint, Keynote und Impress heute bereits tun. Und auch vor Multimedia macht Dave Raggett in seiner Slidy-Präsentation keinen halt, denn die Einbindung von Animation, Vektorgrafik, Video und Sound soll mit Hilfe von Slidy und Slidemaker ebenfalls in Zukunft möglich sein.

Fazit zu Slidy 

Im gegenwärtigen Status ist Slidy für den Einsatz in modernen Browsern gut gerüstet. Neben der Druck-Aufbereitung für Handouts bietet es sinnvolle Funktionen zur Vergrößerung / Verkleinerung der Schrift, sinnvolle Steuerung via Tastatur, Animation von Einzelelementen und vieles mehr, wie beispielsweise eine Übersicht aller verfügbaren Folien. Bei unseren Tests funktionierte Slidy fast einwandfrei im Internet Explorer ab Version 5, in Opera und natürlich unter Firefox und Konqueror. Nahezu alle Funktionen wurden von allen Browsern unterstützt, allerdings wirkte die Bedienung mit Hilfe eines Screenreaders noch etwas holprig und auch die Blockade der Suchfunktion in Firefox STRG+F fiel uns hierbei spontan negativ auf.

Marktreif ist Slidy sicherlich nur sehr begrenzt und gegenwärtig wohl auch nur für HTML- und CSS-Entwickler. Es zeigt jedoch - wie die anderen Slideshow-Systeme - in welche Richtung ein browserbasiertes Präsentationssystem der Generation Web 2.0 gehen kann und wird. Für Interessierte hier noch die Adresse zum direkten Download von Slidy.

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