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Oscom und die Zukunft von Content Management

24. Juni 2005

Wie sieht die Zukunft des Content Managements aus? Wird es in 10 Jahren noch Content Management Systeme geben oder werden zunehmend komplexere Systeme, zum Beispiel für Dokumenten Management, diese Aufgabe einfach integrieren? Viele Fragen und Aspekte rund um Open Source und Content Management kamen beim ersten OscomTag am 22.06. in Karlsruhe auf den Tisch und wurden von Vertretern der Branchengrößen Typo3, Mambo, Zope und anderen fachkundig beantwortet. Dabei ging es durchaus kontrovers zu. Die Zukunft des Content Management wird eines sicherlich nicht: langweilig.

Interessant allemal, dass das Thema ATAG für die Open Source Gemeinde viel interessanter war, als für viele kommerzielle Anbieter, die wir im November vergangenen Jahres bei den Contentmanager.days auf die Möglichkeiten und Vorteile aufmerksam machen wollten. Natürlich gibt es auch unter den kommerziellen Content Management Systemen einige Ausnahmen, aber wir bleiben beim Tenor unseres Oscom-Workshops: Oft sind Open Source CMS für Barrierefreiheit die besseren Lösungen. Das hat gleich mehrere Gründe, vor allem die Anpassbarkeit, die Unterstützung von offenen Standards und die überaus engagiert zu Werke gehende Community sind Gründe hierfür. Und letzters wurde uns in Karlsruhe wieder bestätigt.

Blogs, Wikis und Knowledge Management

Zwei große Trends zeichnen sich deutlich im Content Management Markt ab: Einfache Handhabung und Integration komplexer Sachverhalte. Letzteres stellt vor allem auf den Bereich Knowledge Management und Semantisches Web ab. Natürlich wird ein Content Management System nie ein Blog werden, andersherum ist das schon einfacher und auch möglich, wie wir an anderer Stelle bereits verdeutlicht haben. Dennoch haben viele Anbieter großer Open Source CMS verstanden, was den Erfolg von Blogs und Wikis ausmacht, vor allem im Intranet-Bereich von Unternehmen: Sie sind bahnbrechend einfach zu bedienen.

Genau in die entgegengesetzte Richtung strebt das Thema Knowledge Management. Mehr Meta-Informationen als Informationen und die Nutzung der Möglichkeiten des Semantischen Web sind Forderungen, die ebenfalls vereinzelt geäußert wurden. Wie weit diese am Ende in die entsprechenden Systeme einfließen werden, steht auf einer ganz anderen Karte. Blogs und Wikis werden bereits eingearbeitet oder als Module zu den bestehenden CMS-Lösungen entwickelt. Vor allem wohl deshalb, weil hierfür durchaus Nachfrage besteht.

Die Zukunft von Content Management Systemen scheint gesichert und es werden wohl noch mehr Lösungen auf dem Markt erscheinen als die gegenwärtig bei contentmanager.de gelisteten 1800 Systeme. Es wird spezialisiertere Lösungen geben, Vereinfachungen und alles umfassende Systeme. Einer der Teilnehmer brachte es auf den Punkt: "Wir müssen kein Geld mit unseren Lösungen verdienen, deshalb können wir uns Eigenständigkeit leisten." Dem gibt es nichts hinzuzufügen.

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