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Österreichische Studie e-Banking - nur eine Ansichtssache?

5. April 2004

Im Rahmen der Studie "e-Banking - nur eine Ansichtssache?" wurden zwölf in- und ausländische Banken-Websites auf ihre Gebrauchstauglichkeit für Benutzergruppen mit speziellen Bedürfnissen untersucht. Die Studie deckt die wesentlichen Barrieren im Internet auf und zeigt zugleich, wie sich die Probleme auf einfache Art und Weise lösen ließen.

Besondere Bedürfnisse 

Je mehr die Banken e-Banking vorantreiben, desto mehr müssen die unterschiedlichen Bedürfnisse der Benutzer berücksichtigt werden. Für ältere Menschen und Menschen, die durch körperliche Behinderung oder Blindheit in ihrer Mobilität eingeschränkt sind, bietet e-Banking besondere Vorteile. Aus den Anforderungen dieser Zielgruppe lassen sich wichtige Einsichten für eine verbesserte Benutzerfreundlichkeit und Zugänglichkeit für alle ableiten.

Doktor Klaus Miesenberger, Universität Linz und Vorsitzender des Arbeitskreises "IKT mit/für Menschen mit Behinderungen" der Österreichischen Computer Gesellschaft (OCG): "Ein großer Teil des Marktes der Zukunft sind Menschen, die gelernt haben, mit der neuen Informationstechnologie ihre Lebenswelt zu gestalten. Sie werden dies auch im Alter tun wollen und auch dann, wenn sie von einer Behinderung betroffen sein sollten. Schließlich werden sie jene Produkte wählen, die ihren Bedürfnissen entsprechend gestaltet sind."

Zwölf Banken unter der Lupe 

In der Studie wurden 12 Banken - 9 österreichische, zwei deutsche Banken und eine Bank aus der Schweiz - auf die Gebrauchstauglichkeit ihrer Websites für Benutzergruppen mit speziellen Bedürfnissen untersucht. Die Studie stellt jedoch kein Ranking innerhalb einer Branche auf, und sie bewertet auch nicht die Auftritte der Banken nach einem Punktesystem. Petra Seebacher, die gemeinsam mit Robert Scheidl (beide von defrag your mind) die Studie erstellt hat:

Wir beschreiben zwar gravierende Probleme, zeigen aber auch Lösungsansätze. Wir wollen einen breiten Leserkreis ansprechen, daher verzichten wir weitgehend auf Fachbegriffe und erläutern die einzelnen technischen Probleme anhand vieler Bildbeispiele.

Fazit der Studie

Keine der untersuchten Banken-Websites genügte im Testzeitraum den Anforderungen der WAI-Richtlinien. Dabei können viele der hier aufgezeigten Barrieren mit relativ wenig Aufwand beseitigt werden - und zwar zum Nutzen aller Benutzer und ohne dass der optische Eindruck der Website darunter leidet, 

berichtete Robert Scheidl. Die komplette Studie mit dem Vorwort von Doktor Miesenberger bietet defrag your mind zum Download unter www.defrag.at an.

Accessibility-Labor: ein neues Angebot des Netzwerkes web-barrierefrei 

Im Zuge der e-Banking-Studie wurden die Banken-Websites am Berufsbildungs- und Forschungszentrum für Blinde und Sehbehinderte (BBFZ) abgetestet. Dabei entstand die Idee eines "Accessibility-Labors": eine Testumgebung für Unternehmen und Web-Agenturen, die sämtliche notwendigen technischen Hilfsmittel für Menschen mit besonderen Bedürfnissen bietet und somit eine umfassende Untersuchung bestehender Websites oder Prototypen neuer Internetauftritte ermöglicht.

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