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Naturnahe Sprachausgabe

6. März 2004

In der Ausgabe vom 29. Februar 2004 veröffentlichte die "Welt am Sonntag" einen Artikel zum Thema "Töne weisen Blinden den Weg". Ein gut recherchierter Artikel zum Thema Barrierefreiheit, der sich speziell mit den Bedürfnissen von blinden Menschen auseinandersetzt. Vorgestellt werden Technologien, die beispielsweise im Mobilfunk-Bereich eingesetzt werden, um Informationen zugänglich zu gestalten.

Es werden aber auch bereits bekannte Lösungen, wie Screenreader oder Braille-Zeile vorgestellt, genauso wie assistive Technologien für Körperbehinderte.

Besonders interessant fanden wir die Lösung des britischen Unternehmens rhetorical, das sich darauf spezialisiert hat, TTS-Lösungen zu entwickeln und zu vertreiben. Dabei ist eine Technologie entstanden, die sich rVoice nennt und deren Anwendung an einen Screenreader erinnert. Doch der Lösungsansatz geht weiter als der eines Screenreaders, denn der Einsatzbereich ist vielfältig wählbar. So nutzt beispielsweise die englischsprachige Nachrichtenseite Ananova den Dienst, um aktuelle Nachrichten im Audio-Format auszugeben, ohne einen eigenen Sprecher dafür zu engagieren. Das Programm liest einfach den veröffentlichten Nachrichtentext vor und speichert ihn als Audio-Datei oder liefert ihn per Streaming aus. Genauso können auch Avatare auf Internetseiten mit Sprachausgabe versorgt werden. Denkbar ist auch der Einsatz an Multimedia-Terminals und anderen Geräten, die auf Sprachausgabe angewiesen sind.

Der Vorteil von rVoice liegt aber nicht nur in der Vielfalt der Anwendungsmöglichkeiten, sondern vor allem in der natürlicheren Sprachausgabe. Die Sprache klingt weniger blechern, bei englischen Sätzen sogar fast flüssig. Weitere Sprachmodule, wie beispielsweise deutsche Sprache, weibliche Stimme und vieles mehr sind durchaus möglich - es können sogar eigene Stimmen auf Wunsch produziert werden. Leider ist das System für den Hausgebrauch noch zu teuer und die Vorteile im Internet gegenüber einem herkömmlichen Screenreader nicht deutlich genug. Die Qualität der Sprachausgabe und die Entwicklungsbandbreite lassen jedoch hoffen, dass es in Zukunft auch möglich sein wird, derartige Lösungen in die eigene Internetpräsenz zu integrieren.

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