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Gute Argumente für ein Barrierefreies Internet

15. Mai 2006

Die vielen Argumente, die für ein Barrierefreies Internet sprechen, haben sich mittlerweile herumgesprochen. Trotzdem ist es nicht schlecht, wenn das Thema regelmäßig neue Nahrung erhält. Und manchmal lohnt sich einfach ein Blick in die Internet World Business. Zwei Überschriften in der Mai-Ausgabe 2006 sind für Barrierefreies Internet von Bedeutung.

1.) Internetnutzung, Anstieg verlangsamt sich 

Besonders die Unterüberschrift weckt Interesse: "Große Wachstumspotential nur noch bei den Alten und Ungebildeten". Laut einer Studie der Forschungsgruppe Wahlen hat die Internetnutzung in Deutschland bei den Kernzielgruppen eine gewisse Sättigung erreicht.

Die Marktforscher hatten im Rahmen der Erhebungen zu den Internet-Strukturdaten für das erste Quartal 2006 festgestellt, dass der Anteil der Deutschen ab 18 mit Internetzugang bei 65 Prozent liegt - genauso viel wie im Quartal davor.

Bei den jüngeren Zielgruppen ist laut Studie kaum noch Potenzial für neue Online-Zugänge. So benutzen in den vielen Zielgruppen bis 50 Jahre vier von fünf Deutschen das Internet, bei denen 50- bis 60-Jährigen immerhin noch 70 Prozent!

Potenzial sieht die Studie vor allem bei den über 60-Jährigen, von denen aber immerhin schon ein Drittel das Internet nutzt. Und die Zielgruppe 50plus mit Online-Kompetenz rückt nach. Nachholbedarf sieht die Studie vor allem in der Unterschicht. Hier spielt die mangelnde Bildung eine wichtige Rolle, denn bisher sind nur 27 Prozent aller Hauptschüler ohne Lehre überhaupt im Internet. Lese- und Schreibschwäche aufgrund von niedriger Schulbildung ist die Haupthürde für den Zugang ins Internet.

2.) Hochauflösende Websites 

Der zweite Artikel in der Internet World Business befasst sich mit dem Trend zu Monitoren mit immer höherer Auflösung. HDTV und HDReady, pünktlich zur Fußballweltmeisterschaft in Deutschland mit hohem Werbeaufwand in den Markt für Fernsehgeräte gedrückt, sind mittlerweile in aller Munde. Nun kommt HD-TFT. Zu deutsch: Riesige, hoch auflösende und brillante Flachbild- Monitore, die eigentlich nur einen einzigen Nachteil haben, herkömmliche Websites werden auf den überdimensionalen Displays winzig klein dargestellt. Ein Problem, das in Zeiten, da 19" TFT-Bildschirme im Breitbildformat zur Standard-Ausstattung gehören, immer drängender wird. Die Lösung bieten viele barrierefreie Internetseiten, die unabhängig von Bildschirm und Auflösung skalierbar sind. So genannte liquid- und elastic-layouts.

Gibt es eigentlich überhaupt noch gute Argumente dagegen?

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