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form - Umkehr der Alterspyramide bemerkt

19. August 2005

Eines der stärksten Argumente für ein barrierefreies Internet ist sicherlich die unabwendbare demographische Veränderung unserer Gesellschaft. Ein Problem, das die meisten großen Industrienationen mit uns teilen.

Nun gibt es klassischer Weise Branchen, die diese Entwicklung erwartungsvoller Betrachten, als andere. Wenig optimistische Zukunftsszenarien werden sicherlich alle Anbieter entwerfen, die sich vollständig auf eine jugendliche Klientel spezialisiert haben. Zu diesen zählen auch Printmagazine für Design, digitalte Gestaltung und Medienproduktion wie MACUP, PAGE oder die form. Letztere hat von den drei genannten den gehobensten Anspruch und insofern eine etwas reifere Zielgruppe.

Dennoch gehört man in der Design- und Werbebranche schon ab 35 Jahren entweder zum Management-Board oder zum alten Eisen. Das spiegelt sich auch in der Themenauswahl der Designzeitschriften wider. Einmalig Artikel, wie "Zielgruppe 50plus - Werbung und Design für die Bestager" (erschienen in der PAGE Anfang 2004) sind nicht mehr als Streiflichter.

Nun hat auch die bekannte Designzeitschrift form die Umkehr der Alterspyramide bemerkt. Unter dem Titel "Lernen von den Alten" beschäftigt sich die Zeitschrift im aktuellen Heft mit Fragen wie:

Wie verändert sich unsere Gesellschaft durch die Umkehr der Alterspyramide? Und wie muss das Design auf diese Entwicklung reagieren? Welche neuen Produkte brauchen alte Menschen? Wie erkennt man, was ihnen Probleme bereitet? Wie kann man von der Erfahrung der "Best Ager" profitieren?

Um das herauszufinden hat die Zeitschrift form unter anderem Ettore Sottsass, einen 87-jährigen Architekten und Designer mit einer beeindruckend aktiven Laufbahn auch im hohen Alter befragt. Ebenfalls zu Wort kommen der große deutsche Designer Heinz Edelman (Jahrgang 1934), der vor allem durch seine unzähligen Buchgestaltungen und den Film "Yellow-Submarine" für die Beatles international bekannt wurde sowie Kurt Weidemann (Jahrgang 1922), Gestalter des Corporate Design von DaimlerChrysler.

Abgerundet wird der Schwerpunkt der neuen Ausgabe, der auch aktuelle Konzepte für Seniorenprodukte vorstellt, durch einen Beitrag von Hanne und Gundolf Meyer-Hentschel. Das Ehepaar hat Anfang der Neunziger den heute berühmten "Age Explorer" entwickelt, einen Anzug, der körperliche Einschränkungen im Alter simuliert. In form schreiben sie darüber, wie man Senioren als Kunden gewinnt.

Passend dazu findet am am 8. und 9. November 2005 in Hamburg das Forum "Best Age Design" statt. Mit dabei form-Chefredakteurin Petra Schmidt. Sie wird auf der Hamburger Konferenz moderieren und sich den Fragen der Gäste stellen. Vielleicht kommt ja auch das Thema "Universelles Design" zur Sprache.

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