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Eine Nominierung und kein Award

5. Januar 2004

In Backnang gehen die Uhren offensichtlich anders. Nachdem bereits Anfang Dezember 2003 der BIENE-Award vergeben wurde, meldet sich jetzt ein vermeintlicher Gewinner des Awards. Der Onlinedienst der Backnanger Zeitung verkündete heute Morgen, dass eine Agentur aus Großheppach beim BIENE-Award mit der höchsten Punktzahl für eine barrierefreie Website nominiert wurde.

Stolz präsentiert Sie den Fettrechner. Mehr als ein Monat nach der Verleihung! Aber grundsätzlich ist auch gegen eine verspätete Meldung nichts einzuwenden. Ist doch jede positive Meldung zum Thema Barrierfreies Internet zu begrüßen.

Nur darüber, dass in der Kategorie E-Commerce beim BIENE-Award gar kein Preis vergeben wurde, verliert der Autor des Artikels der Backnanger Zeitung kein Wort. Laut Jury entsprach nämlich keine der eingereichten Arbeiten aus dem Bereich E-Commerce den Anforderungen für einen Award. Auch nicht der virtuelle Fettrechner. Übrigens genauso wenig, wie die Netbank, deren Nominierung beim BIENE-Award unter Experten nur für Kopfschütteln sorgte.

Auf die Frage wieso es für manche Teilnehmer zwar für eine Nominierung reichte, aber auf eine öffentliche Auszeichnung lieber verzichtet wurde, können auch wir keine befriedigende Antwort geben. Zwar haben wir nach der Verleihung in Berlin mit einigen der Verantwortlichen darüber gesprochen, unter anderem mit Frau Jutta Croll von der Stiftung Digitale Chancen und mit Frau Iris Cornelssen von der Aktion Mensch, aber außer Erklärungsversuchen ist dabei nicht viel herausgekommen. Vor allem die Nominierung der Netbank sorgte für erheblichen Erklärungsnotstand.

Vielleicht klaffen Theorie und Praxis zur Zeit noch weit auseinander. Vielleicht müssen Arbeiten, die in der freien Wirtschaft entstanden sind, nach anderen Maßstäben bewertet werden, als nach den Bewertungskriterien, die beim BIENE-Award angelegt wurden.

In unseren Gesprächen mit den Verantwortlichen jedenfalls wurde uns eine Best-Practice-Liste in Aussicht gestellt, die herausragende Arbeiten aus der freien Wirtschaft dokumentieren sollten. Arbeiten, die zwar keinen BIENE-Award erhalten haben, aber dennoch lobenswerte Ansätze zeigen. Darauf warten wir noch immer sehr gespannt.

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