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Chancengleicheit in den Neuen Medien

17. Januar 2006

Nicht alle Probleme der Gesellschaft kann der Gesetzgeber lösen. nicht überall steht der Staat bereit. Stiftungen sind deshalb nicht nur geschäftstaugliche Körperschaften, sie sind vor allem Formen gesellschaftlichen Engagements zu einem bestimmten Zweck. Die Ende 2005 von Cisco Systems, IBM, Siemens und dem Technischen Jugendfreizeit- und Bildungsverein (tjfbv) e.V. gegründete Stiftung "barrierefrei kommunizieren!" hat sich Chancengleicheit in den Neuen Medien auf die Fahnen geschrieben.

Das Ziel: Menschen mit Behinderungen chancengleich an unserer Kommunikations- und Wissensgesellschaft teilhaben zu lassen und dafür die entsprechenden Voraussetzungen zu schaffen.

Zusammenspiel von Institutionen, Unternehmen, Vereinen, etc.

Das Ziel "Chancengleicheit in den Neuen Medien" ist deutlich. Die Stiftung "barrierefrei kommunizieren!" weiß aber auch, dass dieses Ziel nur im Zusammenspiel von öffentlichen Institutionen, Unternehmen, Vereinen und Verbänden und Parteien bewältig werden kann. Das verbindende Element soll in Zukunft die Stiftung "barrierefrei kommunizieren!" sein, neben einfach-fuer-alle (Aktion Mensch), der Stiftung Digitale Chancen und dem AbI-Projekt.

Auf der anderen Seite zielt der Stiftungszweck auf die Unterstützung und Motivation behinderter Menschen zur Nutzung moderner Informations- und Kommunikationsmöglichkeiten. Auch das ist eine Aufgabe, die nicht durch Einzelaktivitäten lösbar ist. Insbesonsere angesichts der sich immer schneller vollziehenden technischen und technologischen Entwicklungen.

Deshalb sieht sich die Stiftung als Plattform für einen Dialog in Bezug auf die Bedürfnisse behinderter Menschen bei der Weiterentwicklung unserer medialen Welt. Das klingt gut. Bleibt zu hoffen, dass der Dialog von allen Seiten gesucht wird. Unsere Erfahrungen durch die Arbeit mit dem Barrierekompass haben gezeigt, dass auch auf Seiten der Behindertenverbände meistens nur die Bedürfnisse der eigenen Interessengemeinschaft beachtet wird. Oder pflegen alle Gehörlosenverbände, Blindenverbände, Sehbehindertenverbände, Körperbehindertenverbände, sowie Spezialverbände zum Beispiel für Legastheniker oder ALS-Erkrankungen tatsächlich regen Austausch? Wohl eher nicht, denn nicht umsonst wird barrierefreies Internet noch immer vielfach mit Blinden gerechtem Internet verwechselt. Hier zeigt sich der Einfluss einer starken Lobby.

Informationsschrift "barrierefrei kommunizieren!"

Mehr Informationen zu diesem und anderen Themen rund um Barrierefreie Informationstechnik finden Sie in der neuen Informationsschrift "barrierefrei kommunizieren!". Herausgeber ist der Technische Jugendfreizeit- und Bildungsverein Berlin. Bestellen kann man das Heft auf der Website www.barrierefrei-kommunizieren.de.

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Buch Barrierefreiheit

Titelseite Buch Barrierefreiheit für Online-Redakteure und Entscheider

Barrierefreies Internet

Als Agentur für Universelles Design und Herausgeber des Barrierekompass, hat anatom5 seit 2003 eine weitreichende Expertise im Bereich barrierefreie Informationstechnologie erlangt.

Spezialisierte BITV-Agentur

Die Leistungsfelder umfassen das gesamte Thema Barrierefreiheit nach BITV: Barrierefreies Internet, Barrierefreie PDF, Barrierefreies Responsive Design, Usability & Accessibility Konzeption, Leichte Sprache, Einfache Sprache, UI-Design, BITV-Testing, Schulungen und Workshops.

Ausgezeichnete Barrierefreiheit

Die intensive Beschäftigung mit dem Thema Barrierefreiheit spiegelt sich auch in diversen Auszeichnungen wider, die anatom5 seit 2003 erhalten hat (BIENE-Awards, Projekte aus der 90plus Liste).

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