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Blindenstock mit Ultraschall

24. März 2005

Was bei heise.de als Neuerung auf der CeBIT vorgestellt wurde, hatten wir schon vor 18 Monaten in unserer Rubrik Aktuelles zum Thema. Es geht um Fledermäuse und wie britische Wissenschaftler diese als Vorbild für ein neues Produkt nutzen. Die Rede ist vom UltraCane, der in unserem Artikel noch ein Prototyp war und auf den Namen Batcane hörte.

Auf dem britischen Gemeinschaftsstand wurde der erstaunlich leichte Teleskopstab der Öffentlichkeit präsentiert. Ähnlich wie Fledermäuse, meldet der Blindenstock Hindernisse, die mittels Ultraschall vor dem UltraCane auftauchen, per Vibration an den Benutzer. Je stärker die Vibration, um so näher das Hindernis.

Dean Waters, Entwickler des UltraCane und eigentlich Biologe, plauderte im Interview mit heise online aus dem Nähkästchen:

Eine Consultingfirma hat uns gesagt, dass wir mindestens fünf Jahre Entwicklungszeit und eine Million Pfund (umgerechnet etwa 1,43 Millionen Euro, Anm.) brauchen würden. Das erschien uns völlig überzogen. Wir haben aber tatsächlich rund sechs Jahre gebraucht und mehr als eine Million Pfund investiert. Das Schwierigste war, die passende Empfindlichkeit und die richtigen horizontalen und vertikalen Winkel der Ultraschall-Sensoren zu ermitteln.

Mit einer Reichweite von vier Metern im normalen Modus und einer verkürzten Reichweite von zwei Metern, die man zum Beispiel für das Gehen in Menschenmassen einstellen kann, ist der UltraCane ideal für blinde und stark sehbehinderte Menschen geeignet. Vorausgesetzt, man verfügt über das nötige Kleingeld von 570 Euro, die Sound Foresight für den UltraCane verlangt. Darin inbegriffen sind auch zwei Batterien, mit denen der Blindenstock rund zwei Wochen bei einer täglichen Nutzungsdauer von rund zwei Stunden betrieben werden kann.

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