Inhalt

Bild-Ersatz: Image Replacement Techniken

31. März 2005

Gerade macht eine neue Variante zum Ersetzen von Bildern die Runde in der CSS-Gemeinde. Die Rede ist von MIR das nach FIR, sFIR, sIFR und JIR eine weitere Möglichkeit zum Ersetzen von Text durch Grafiken bietet. Für Freunde der Zugänglichkeit sind derartige Techniken auch immer mit der Frage verbunden, ob das denn auch noch barrierefrei im Sinne der Sache ist.

Wir ersparen uns und den geneigten Lesern zuviel Technik an dieser Stelle. Wer wissen will, was es mit MIR, FIR, sIFR und JIR auf sich hat, kennt nun die entsprechenden Stellen im Internet, wo es die entsprechenden Feinheiten zum Nachlesen (leider zumeist in englischer Sprache) gibt. Interessant erscheint uns vor allem die neu vorgestellte MIR-Technik, da sie ohne zusätzliche HTML-Elemente auskommt und somit der Trennung von Inhalt und Design am nächsten kommt - wenn man sie richtig anwendet.

Leider hadern sowohl FIR als auch MIR mit dem Schicksal, dass bei abgeschalteten Bildern kein Text, auch kein Alternativtext, mehr zu sehen ist. Das ist natürlich schlecht für die Barrierefreiheit und - sofern man keine alternative Anzeigemöglichkeit offeriert - ein Ausschlusskriterium.

Besser ist hier der Weg, den JIR einschlägt. Vor einiger Zeit gab es hierzu einen interessanten Artikel bei "A List Apart", wo schon so manche hippe und elegante Lösung vorgestellt wurde. Schön, dass es diesen Artikel nun auch in deutscher Sprache gibt. Wer also mit PHP und JavaScript arbeiten kann und will, dem öffnet JIR eine neue gestalterische Dimension. Wer den zusätzlichen Aufwand nicht scheut und ein ansprechendes Fallback parat hat, der kann mit den gegebenen Mitteln sicherlich für all jene, die JavaScript aktiviert haben, etwas Ansprechendes zaubern.

Im Prinzip wäre also JIR eine tolle Lösung, wenn da nicht die Probleme des Internet Explorers mit den transparenten PNGs wäre. Also auch hier ein Minuspunkt. Dennoch zeigen die verschiedenen Techniken, in welche Richtungen man mit Hilfe von CSS auch zukünftig denken kann.

Nachtrag 

Scheinbar besteht zur Zeit ein großer Bedarf an Techniken, mit denen man Text durch Bild ersetzen kann, ohne dabei den gültigen Webstandards auf die Füße zu treten. Und natürlich, um zugänglich zu bleiben. Via Stefan Blanz wurden wir auf folgende Technik(en) aufmerksam gemacht: DS2IR von Anatoly Papirovsky und GIR von Jason Davis. Beide Lösungen funktionieren auch bei abgeschalteten Bildern, leider validieren die Stylesheets nicht, was dem Ganzen noch einen leicht bitteren Beigeschmack verleiht. Im Gegensatz zu JIR sind beide Varianten jedoch einfach und schnell zu implementieren und fördern gleichermaßen standardkonforme Browser, weil diese bevorzugt behandelt werden.

zurück zur Übersicht

Buch Barrierefreiheit

Titelseite Buch Barrierefreiheit für Online-Redakteure und Entscheider

Barrierefreies Internet

Als Agentur für Universelles Design und Herausgeber des Barrierekompass, hat anatom5 seit 2003 eine weitreichende Expertise im Bereich barrierefreie Informationstechnologie erlangt.

Spezialisierte BITV-Agentur

Die Leistungsfelder umfassen das gesamte Thema Barrierefreiheit nach BITV: Barrierefreies Internet, Barrierefreie PDF, Barrierefreies Responsive Design, Usability & Accessibility Konzeption, Leichte Sprache, Einfache Sprache, UI-Design, BITV-Testing, Schulungen und Workshops.

Ausgezeichnete Barrierefreiheit

Die intensive Beschäftigung mit dem Thema Barrierefreiheit spiegelt sich auch in diversen Auszeichnungen wider, die anatom5 seit 2003 erhalten hat (BIENE-Awards, Projekte aus der 90plus Liste).

anatom5 hilft Ihnen bei der Umsetzung von Barrierefreiheit im Internet