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Barrierefreiheit, Senioren und Partnersuche im Internet

28. Mai 2004

Die USA sind mal wieder Vorreiter, auch in Sachen Partnersuche im gesetzten Alter. Vorbei sind die Zeiten, wo Großmutter oder Großvater Ihren Lebensabend "rollengerecht" auf dem Abstellgleis verbrachten. Die neue Welt gehört den Alten. Die demographische Alterung der Gesellschaft in den Ländern der sogenannten "ersten Welt" nimmt unaufhaltsam ihren Lauf.

Laut einer amerikanischen Untersuchung unterscheiden sich "Silversurfer" nur wenig von den üblichen Benutzern der zahlreichen Partner- und Dating-Seiten im Internet. Sie suchen Liebe, Abenteuer oder schlicht Sex.

Im Kampf gegen drohende Einsamkeit begeben sich auch Menschen weit jenseits der Lebensmitte im Internet auf die Suche nach Verbündeten. So versuchen bereits mehr als eine Million amerikanische Männer und Frauen im Pensionsalter ihr privates Glück im Internet zu finden. Dating-Seiten, wie match.com profitieren von dieser Entwicklung. Alleine im vergangenen Jahr ist dort die Zahl der registrierten Singles ab 65 Jahren um 122 Prozent gestiegen.

Neben gesellschaftlich sozialen Veränderungen, die vor allem an den Grundfesten der Institution Ehe nagen und ständig neue Scheidungsopfer in die Partnerbörsen schwemmen, ist natürlich auch die Medizin an dem neuen Trend nicht unbeteiligt. Nicht nur die immer weiter steigende durchschnittliche Lebenserwartung, sondern auch Errungenschaften, wie die in den USA als "Wunderpille für Ältere" beworbenen Potenz-Mittel Viagra ermutigen Männer einen neuen Anfang zu wagen.

Laut "Los Angeles Times" sind immerhin 7,5 Prozent der Seniorinnen und Senioren bei Pensionsantritt geschieden, und rund ein Drittel im Pensionsalter verwitwet - und viele wollten die verbliebenen Lebensjahrzehnte gemeinsam mit einem Partner oder einer Partnerin genießen.

Nach der Tourismusbranche merkt nun die Dating- und Partnervermittlungs-Branche langsam ein Verschiebung ihrer Zielgruppe. Senioren und Seniorinnen werden in Zukunft sicherlich die attraktivste, weil größte Zielgruppe überhaupt darstellen. Die Barrierfreie Informationstechnik wird davon mit Sicherheit profitieren, denn Marketingabteilungen denken in Zielgruppen. Nur hier entsteht der Druck für Veränderungen. Veränderungen, auf die sich eine ganze Branche einstellen muss, wie man an den Bemühungen des dmmv sehen kann.

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