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Barrierefreier Zugang zu neuen Medien

25. Februar 2004

Unter diesem Titel fanden gestern in Berlin die Berliner Gespräche zur Digitalen Integration statt. Damit setzte das Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit die Reihe der Berliner Gespräche fort und lenkte die Aufmerksamkeit auf eine Bevölkerungsgruppe, die besondere Anforderungen bei der Nutzung des Internet stellt. Thema des Abends im Berliner Museum für Kommunikation war schwerpunktmäßig die barrierefreie Gestaltung von Webauftritten.

Unter der Leitung von Professor Doktor Groebel vom Europäischen Medieninstitut fand eine spannende Podiumsdisskussion zwischen Professor Doktor Christian Bühler vom Forschungsinstitut Technologie Behindertenhilfe Volmarstein, Doktor Karl-Heinz Weirich von IBM Deutschland, Wolfgang Tigges von der Bundesarbeitsgemeinschaft Hilfe für Behinderte, Jörg Porath vom Berufsbildungswerk Neckargemünd und Thomas Hänsgen vom Technischen Jugendfreizeit- und Bildungsverein Berlin statt.

Mit großem Interesse verfolgten deutlich mehr Teilnehmer als erwartet und angemeldet angeregte Diskussionen zu den Vorträgen, die sich ebenfalls in der Mehrzahl mit Barrierefreier Informations-Technik befassten. Der allgemeine Tonus der Veranstaltung war eindeutig: Insgesamt ist das Thema barrierefreies Internet auf einem guten Weg, aber Öffentlichkeitsarbeit ist dazu weiter nötig. Denn ohne ein breites Verständnis für die Thematik geht es nicht. Positiv herausgestellt wurde, dass sich nicht nur der öffentliche Sektor mit barrierefreiem Internet auseinandersetzt, sondern auch die Wirtschaft. Die BITV werde auch hier aufgenommen und dazu eingesetzt Barrierefreiheit zu fördern und umzusetzen.

Insgesamt ist also eine erfreuliche Entwicklung zu erkennen, die nicht nur Menschen mit Behinderungen Chancen bietet, aus der Vielfalt an Angeboten im Internet ihren Teil zur persönlichen Lebensführung zu ziehen. Menschen mit Behinderungen haben den Nutzen des Internet längst für sich erkannt: Blinde oder hörgeschädigte Menschen profitieren ebenso wie mobilitätseingeschränkte Nutzer von E-Commerce und online zu erledigenden Behördengängen sowie selbst bestimmter Informationsbeschaffung. Das Internet erschließt ihnen neue Berufsfelder und ermöglicht die selbständige und eigenverantwortliche Recherche nach Stellenausschreibungen, wenn die entsprechenden Angebote barrierefrei gestaltet sind.

Im übrigen wird bei der Debatte um Barrierefreies Internet viel zu oft vergessen, dass auch Senioren und Seniorinnen von der Umsetzung der BITV profitieren. Denn wie bei der Zielgruppe der behinderten Menschen ist auch bei der Zielgruppe 50plus einiges zu beachten. Viele Probleme bei der Nutzung des Internets sind sogar sehr ähnlich, da das Alter auch seine Einschränkungen mit sich bringt. Hier sei zum Beispiel der Verlust, beziehungsweise Teilverlust der Sehkraft genannt.

Wie wir gestern berichteten, ist unter der Begleitung der Bundesregierung das Projekt "50plus-ans-netz" an den Start gegangen, das vor allem ältere Menschen verstärkt an die Nutzung von Internet-Technologien heranbringen soll. Unter der Überschrift "Online-Kompetenz für die Generation 50plus" sollen verschiedene Aktivitäten kanalisiert werden, die bei Seniorinnen und Senioren das Interesse am Internet wecken.

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