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Bahn, Behinderung und Börsengang

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Die Bahn kommt. Pünktlich hält ein ICE der ersten Generation an Gleis 4 in Würzburg. Zwischen den bepackten Fahrgästen am Bahnsteig auch ein Rollstuhlfahrer und mehrere Mütter mit Kinderwagen. Ohne Hilfe geht es bei beiden nicht: Stufen verhindern den Einstieg, aber hilfsbereite Fahrgäste sind schnell zur Stelle und die Weiterfahrt ist für alle, die pünktlich waren, gesichert.

Später am Platz fällt mir die "mobil" in die Hand, das Kundenmagazin der Deutschen Bahn AG. "Was uns bewegt" steht auf dem Titel. Einmal aufschlagen und die Augen weiten sich. Auf einer nett gestalteten Illustration stoßen zwei Rollstuhlfahrer mit Sekt an, während die Frau auf ein Laptop zeigt, auf dessen Bildschirm eine zerbrochene Schranke und dahiner die Internetseite der Deutschen Bahn zu sehen sind. Der Titel verkündet "Barrieren aus dem Weg geklickt" und steht für das behindertenfreundliche Image der Bahn, was sich im Artikel auch sehr vollmundig anhört:

Die Bahn räumt behinderten Fahrgästen Zug um Zug Hindernisse aus dem Weg. [...] Bei der Umsetzung des 2002 in Kraft getretenen Gesetzes zur Gleichstellung von behinderten Menschen (BGG) hat die Bahn eine Vorreiterrolle übernommen. [...] Das Engagement der Bahn für Menschen mit Handicap ist kein Lippenbekenntnis.

Was sich hier so schwungvoll liest, entbehrt im harten Alltag nicht einer gewissen Tragikomik: Zwar kann man sich als Rolli über die Internetseiten beim Ein- und Aussteigen kostenlose Hilfe bestellen und für blinde Fahrgäste steht die DB-Broschüre "Mobil mit Handicap" als MP3-Datei zum Download bereit. Doch bis dahin muss man als Benutzer erst einmal kommen. Eine direkte URL für Menschen mit Behinderungen ist unter www.bahn.de/handicap zu finden - aber nicht barrierefrei. Vielleicht denkt man bei der Bahn ja bereits über Neuerungen nach, denn der Artikel orakelt:

Noch dieses Jahr wird die Deutsche Bahn als erstes Wirtschaftsunternehmen ein Programm zur Verbesserung der Barrierefreiheit verabschieden, in dem Maßnahmen für die einzelnen Konzerngesellschaften aufgestellt werden.

Bleibt nur zu hoffen, dass es diesen Bemühungen nicht ähnlich ergeht, wie dem aufgeschobenen Börsengang. Und ob die Bahn wirklich das erste Wirtschaftsunternehmen ist, was ein derartiges Programm startet, darf ohnehin bezweifelt werden.

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