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Analyse und Bewertung barrierefreier Internetseiten

9. November 2006

Viele Internetnutzer stoßen immer noch viel zu häufig auf Webseiten, deren Inhalt ihnen nicht zugänglich ist. Mögliche Hemmnisse sind Unsicherheit oder Unwissenheit bei Auftraggebern, deren Webauftritte noch nicht behindertengerecht gestaltet sind. Zahlreiche Leitfäden und Artikel haben sich dieser Problematik bereits angenommen und Melanie Göres hat diese wiederum in ihrer Diplomarbeit "Analyse und Bewertung barrierefreier Internetseiten" begutachtet.

Wo wir gerade über Bewertung sprechen: Die Diplomarbeit an der Hochschule Darmstadt - Fachbereich "Informations- und Wissensmanagement" wurde mit der Note 2.0 bewertet. Unabhängig von der Benotung ist der Inhalt der Diplomarbeit durchaus interessant und als Extrakt der gesamten Arbeit hat Frau Göres einen eigenen Leitfaden entwickelt.

Ein Leitfaden unter Leitfäden 

Gewissermaßen ist es ein Leitfaden unter vielen Leitfäden. Alleine im Barrierekompass haben wir in der Vergangenheit über zahlreiche Werke berichtet, die für sich beanspruchen, ein Leitfaden zu sein. Rein wissenschaftlich gesehen gab es bisher nur wenige Werke, die sich mit dem Thema Barrierefreies Webdesign auseinandergesetzt haben, zuletzt wohl die Artikelserie in der IWP, zum Beispiel zum Thema Kosten & Leistung barrierefreier Websites. Der Inhalt der Diplomarbeit bzw. des Leitfadens basiert auf der Auswertung einer Benchmark-Analyse, die zu diesem Zweck bei den bisherigen BIENE-Preisträgern durchgeführt wurde. Zusätzlich wurden bereits bestehende Leitfäden ebenfalls in die Be- und Auswertung mit einbezogen.

Der von Melanie Göres entwickelte Leitfaden hat die Aufgabe, eine Brücke zwischen Laien und Experten zu schlagen und Institutionen und Organisationen die barrierefreie Webgestaltung anhand praktischer Beispiele näherzubringen. Dabei hebt sich der Leitfaden laut Eigenaussage der Autorin von anderen Leitfäden dadurch ab, dass Sachverhalte wie z.B. Personaleinsatz, entstehende Kosten und relevante Quellen und Prüfwerkzeuge aufgezeigt werden, die den Prozess der Gestaltung einer neuen Webseite begleiten.

Inhalt des Leitfadens 

Der Leitfaden setzt sich aus fünf Blöcken zusammen. Dabei werden Aspekte wie personelle Ressourcen, engagierte Webagenturen, finanzielle Mittel sowie hilfreiche Links und Testtools stichpunktartig dargestellt. Grundlagen über die barrierefreie Informationstechnik werden hingegen nicht beschrieben - dies hätte den Rahmen der Arbeit sicherlich gesprengt. Zudem gibt es bereits gute Literatur zum Einstieg in das Thema - sowohl gedruckt als auch online.

Fazit 

Unter dem Titel "Leitfaden 'Barrierefreie Internetseiten" und dem Untertitel "Barrierefrei in 5 Schritten" kann sich das Extrakt zwar nicht gegen bestehende Leitfäden durchsetzen, ergänzt dafür aber die Aspekte Personal & Zeit sowie Kosten & Finanzen. Die Punkte "Überprüfung der Webseite" und "Webagentur beauftragen" sind hingegen zu oberflächlich und zum Teil wenig praxistauglich. Gerade für die Auswahl geeigneter Agenturen gibt es beispielsweise mit dem Einkaufsführer Barrierefreies Internet 2006 ein detaillierteres Werk, genauso wie bestehende Testverfahren rund um Barrierefreiheit keinen Eingang in die Betrachtung gefunden haben. Insgesamt kann sich die Zusammenfassung der Diplomarbeit jedoch sehen lassen und sollte als Ergänzung zu bestehenden Leitfäden dem ein oder anderen Leser neue Aspekte eröffnen.

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