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Ältere Menschen auf dem Vormarsch

7. März 2005

Nicht nur in der Bevölkerungspyramide erkennt man, dass die Zahl der älteren Menschen in unserer Mitte stetig ansteigt. Auch im Internet merkt man diesen Trend zunehmend, wie ein aktueller EU-Bericht zur Medienkompetenz gerade wieder beweist. Das Fazit: Frauen und ältere Menschen überwinden die digitale Kluft.

Der Bericht wurde in diesem Jahr zum zweiten Mal vorgelegt und spiegelt die Situation in der Europäischen Union von 2003 mit den damals vorhandenen 15 Mitgliedsstaaten wider. Eine erste Studie war im Jahr 2001 durchgeführt worden. Die Vergleiche aus beiden Zahlenwerken gibt erste Erkenntnisse für einen deutlichen Trend innerhalb Europas: die Silver Surfer sind auf dem Vormarsch. Es ist damit zu rechnen, dass diese Entwicklung sich weiter fortsetzt, denn immer mehr über 55-jährige eignen sich Computerfertigkeiten an. Allerdings gibt es auch Restriktionen:

Die Nutzung des Internet setzt Grundfertigkeiten, wie etwa Lesefähigkeit, voraus. Die Internetinhalte sind zu einem großen Teil auf die höher Gebildeten ausgerichtet. Laut Bericht kam es vor, dass Personen, die einen Computerlehrgang begannen, ihren Kurs abbrachen, als sie feststellten, dass die Inhalte sie nicht interessierten. 

Der Bericht "eInclusion revisited: the local dimension of the Information Society" unterscheidet zwischen digital kompetenten Menschen (eIncluded) und digital ausgegrenzten Menschen (eExcluded), wobei die Zugehörigkeit abhängig vom Bildungsstand des Individuums ist. Bedeutsam ist zudem auch der berufliche Status.

A propos beruflicher Status: mehr als 12% aller Internetnutzer sind dem Bericht zufolge Rentner. Im Jahr 2001 lag diese Quote noch bei rund 8%. Der Anstieg ist sicherlich auch auf zahlreiche lokale Initiativen zurückzuführen, die vor allem das Ziel haben, ältere Menschen den Zugang zum Internet zu ermöglichen. Der Bericht beschreibt zum Beispiel ein gemeinsames Projekt der italienischen Stadtgemeinde von Rom und Microsoft, in dem über 60-jährige ermutigt wurden, online zu gehen, um der Einsamkeit zu entkommen.

Senioren und Vorbehalte

Doch nach wie vor ist die Benutzung moderner Informationstechnik mit zahlreichen Hürden verbunden. Die wachsenden Bedrohungen durch Viren, Trojaner, Dialer und andere Gefahren sind vor allem für ältere Menschen häufig ein Hinderungsgrund auf dem Weg ins Internet. Wer sich wirksam schützen will, ist oft auf Hilfe angewiesen, nicht nur bei der Installation, sondern vor allem im täglichen Umgang mit der neuen Technik.

Nur wer sich wirksam vor den Gefahren des Internets schützen kann, wird die Vielfalt der digitalen Welt in vollen Zügen und ohne Reue genießen können. Vorausgesetzt natürlich, die Rahmenbedingungen stimmen. Hierzu zählt vor allem eine schnelle Internetanbindung und eine gute Zugänglichkeit. Letzteres ist häufig noch nicht der Fall. Das zeigt sich auch in den folgenden Artikeln im Barrierekompass, die wir an dieser Stelle nicht unerwähnt lassen möchten:

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