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Neue Studie zum Thema Barrierefreiheit

23. Februar 2016

Pressemitteilung vom 14. Januar 2016 (London, UK) Branchenexperten haben eine Forschungs-Umfrage gestartet, um herauszufinden, wie viel Umsatz britischen Unternehmen verloren geht, wenn Kunden mit Behinderung aufgrund nicht barrierefreier Internetseiten wegklicken.

In Auftrag gegeben und entworfen wurde die "Click-Away Pound"-Umfrage von Rick Williams, Geschäftsführer von Freeney Williams Ltd. und beratendes Mitglied des Business Disability Forums (BDF), in Zusammenarbeit mit IT-Accessibility-Spezialist Steve Brownlow von Frabjous Tag Ltd.

In Bezug auf die "Click-Away-Pound"-Umfrage sagte Rick Williams: "Als sehbehinderte Person, verwende ich unterstützende Technologien, was gut ist, aber Unternehmen müssen darüber nachdenken wie meine Spezial-Ausrüstung mit ihren Internetseiten funktioniert. Oft tun sie das nicht. Ich verwende das Internet oft zum Shoppen, aber ich muss meistens einige Seiten ausprobieren bevor ich eine finde, die ich tatsächlich verwenden kann. Das bedeutet, dass allen vorherigen Seiten mein Geschäft verloren gegangen ist. Nach 20 Jahren des Disability Discrimination Acts, verstehen die meisten Geschäfte in Einkaufsstraßen, dass sie die Bedürfnisse von Käufern mit Behinderung berücksichtigen müssen. Aber viele scheinen dabei nicht bedacht zu haben, auch ihre Online Präsenzen entsprechend barrierefreier zu gestalten."

Das Internet hat die Art und Weise revolutioniert, wie Verbraucher einkaufen. Die Studie wird aufdecken, wie gut Unternehmen ihre Webseiten gestalten, um Verbrauchern mit Behinderung gerecht zu werden. Viele Käufer mit Behinderung stehen vor Problemen, wenn sie Webseiten verwenden, die nicht speziell konzipiert bzw. gestaltet wurden, um für jeden zugänglich zu sein. Das betrifft Menschen mit Sehbehinderungen, Personen, die Schwierigkeiten haben, eine Maus oder Tastatur zu bedienen und Menschen, die eine Spezialsoftware verwenden müssen. Wenn Unternehmen es nicht schaffen, diese Anforderungen an Zugänglichkeit bei der Gestaltung ihrer Webseiten zu berücksichtigen, wird es schwierig, wenn nicht unmöglich, diese Seiten zu nutzen. Wenn Käufer mit Behinderung bei der Nutzung einer Webseite mit Problemen konfrontiert werden, tätigen sie den Kauf in der Regel an einer anderen Stelle.

Diese große Benutzer-Umfrage, die am 14. Januar 2016 startete, wird Zahlen über die wirtschaftliche Bedeutung liefern, und dabei helfen, Unternehmen davon zu überzeugen, dass das am Ende auf ihre Kosten geht. Die "Click-Away Pound"-Umfrage folgt auf den kürzlich herausgebrachten "Walk Away Pound"-Bericht, der vom Business Disability Forum (BDF) und der Extra Costs Commission (ECC) herausgebracht wurde. Der Bericht fand heraus, dass Unternehmen monatlich eine Umsatzeinbuße von 1,8 Milliarden £ hinnehmen, weil 75 % der Kunden mit Behinderung den Einzelhändler aufgrund nicht angemessener Bedienung verlassen – ohne etwas zu kaufen.

Die "Click-Away Pound"-Studie ist ein Beispiel für Forschung der nächsten Generation: Sie wurde entwickelt, um positive Veränderungen bei britischen Unternehmen anzuregen. Denn diese Unternehmen verkaufen mehr und mehr Waren und Dienstleistungen online.

Rick Williams setzt nun sein persönliches und berufliches Know-how ein, um Unternehmen zu zeigen, was sie im Online-Bereich verpassen. Er fügte hinzu: "Von den durch Freeney Williams in den letzten fünf Jahren überprüften Webseiten wurden mehr als 70 Prozent in unserem Ampelsystem mit "rot" bewertet. Dies bedeutet, dass sich Unternehmen erheblichen Reputations- und Rechtsrisiken aussetzen - ganz zu schweigen vom Verlust potentieller Kunden! Wir werden die Forschungsergebnisse nutzen, um Unternehmen davon zu überzeugen, dass es ein ernst zu nehmendes Thema für sie ist. Wenn das Gesetz sie nicht überzeugen kann, Dinge anders zu machen und über Käufer mit Behinderung nachzudenken, vielleicht können es die Zahlen. Wir möchten, dass so viele Online-Käufer mit Behinderung wie möglich auf die Internetseite www.clickawaypound.com gehen und an dieser Umfrage teilnehmen. Wir erwarten, dass die Ergebnisse, bei der Verbesserung der Herangehensweise von Unternehmen an dieses Thema, eine wichtige Rolle spielen werden."

Susan Scott Parker, Ehrenvizepräsidentin und Gründerin des Business Disability Forums, jetzt CEO bei Business Disability International, sagte: "Dies scheint ein Bereich zu sein, mit dem viele Unternehmen zu kämpfen haben. Diese Umfrage wird zeigen, was wir schon seit vielen Jahren wissen. Unternehmen ignorieren Käufer mit Behinderung, schaden sich damit selbst und erzeugen auch noch schlechte PR. Warum sollte das jemand tun?"

Die Original Pressemitteilung in englischer Sprache finden Sie auf der Internetseite des Business Disability Forums.

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