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Da ist das Ding: Firefox 3 veröffentlicht

18. Juni 2008

Nun ist sie also endlich öffentlich und amtlich, die dritte Version des erfolgreichen Mozilla-Ablegers Firefox. Warum und weshalb es sich lohnt, auf die dritte Version umzusteigen und wie man dabei mithelfen kann, einen neuen Weltrekord aufzustellen, das sagen wir Ihnen in diesem Artikel.

Weltrekord-Versuch am Download-Day

Verrückte Weltrekorde sind eine Kategorie für sich. Am 17.06. − also an jenem Tag, an dem Firefox 3 für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht wurde und 24 Stunden darüber hinaus − wollen die Mozilla-Anhänger einen neuen Anlauf für einen verrückten Weltrekord schaffen und damit den zehnten Geburtstag von Mozilla genauso feiern, wie den Start des neuen Browsers. Zum Zeitpunkt dieses Artikels haben mehr als 4,7 Millionen Nutzer bereits Firefox heruntergeladen und damit einen Schritt in die Zukunft des Internet getan.

Über 15.000 Verbesserungen 

Firefox 3 ist mehr als nur eine Weiterentwicklung des beliebten und erfolgreichen Browsers Firefox 2. Es ist eine kleine Revolution. Zusammengefasst liest sich das im besten Werbedeutsch dann etwa so: Firefox 3 ist

  • sicherer
  • leistungsfähiger
  • benutzerfreundlicher
  • persönlicher 

Und das sind nur die Teile, die für den Nutzer interessant sind. Für Entwickler bietet Firefox 3 noch viele weitere Vorteile, die bei der neuen Rendering-Engine anfangen und bis zur Offline-Unterstützung von Applikationen für Firefox gehen. Einige Funktionen haben wir uns speziell herausgenommen, da sie besonders ins Auge stechen.

Top 3 der Verbesserungen für den Nutzer 

An erster Stelle steht die Vergrößerungsfunktion. Während bei bisherigen Mozilla-Ablegern immer nur die Schrift skalierte, gibt es bei Firefox 3 einen Seiten-Zoom, der proportional Text und Bild vergrößert oder verkleinert. Diese Funktionalität, die einige Nutzer bereits von Opera kennen, hat im Vorfeld der Veröffentlichung zu zahlreichen Diskussionen geführt. Zudem zeigt die besagte Zoom-Funktion noch Schwächen im Zusammenspiel mit dem Mausrad: Hält man die STRG-Taste gedrückt und scrollt nach unten, verkleinert sich das Bild, scrollt man nach oben, vergrößert es sich. Auch da hat man scheinbar bei Opera geschaut und die Dinge dadurch nicht besser gemacht: Firefox 2 und die restliche Browserwelt vergrößern beim Scrollen nach unten − eindeutig komfortabler und sinnvoller, das kann also keine der 15.000 Verbesserungen sein.

Die zweite deutlich sichtbare Verbesserung ist die Benutzeroberfläche mit extragroßer Schaltfläche zum Zurückspringen. Soviel zum Thema Benutzerführung innerhalb einer Website und dem Anbieten einer Zurück-Funktion als Link. Die Devise lautet wohl eher "Never break the back-button!", zumindest bei Mozilla. Vergessen hat man dafür jedoch den Button zurück zur Startseite, den man durch eigenständiges Anpassen der Navigationsleiste hinzufügen muss. Viele kleinere Details, wie die verbesserte und grafisch aufgewertete Eingabezeile zum Wiederfinden von bereits besuchten Seiten dienen ebenso der verbesserten Usability, wie auch der stark verbesserte Lesezeichen-Manager mit neuen und sehr interessanten Funktionen.

Platz drei in unserer persönlichen Top 3 Liste ist die Verbesserung der Leistung beim Aufrufen von Websites sowie der verringerte Speicherbedarf, der laut ersten Benchmark-Ergebnissen unter dem von Opera liegt. Dadurch wird Firefox vor allem für Websites mit hohem Javascript-Anteil interessant, wie beispielsweise Google Docs. Derartige Anwendungen laufen in Firefox 3 wesentlich schneller und stabiler als noch in der Vorgänger-Version.

Barrierefreiheit stark verbessert 

Marco Zehe, Qualitätsbeauftragter für die Barrierefreiheitsfunktionen im Firefox und der Mozilla Plattform, bringt die Verbesserungen der Barrierefreiheit in einem Interview bei BIZEPS-INFO auf den Punkt. Der Hamburger Spezialist für Barrierefreiheit, Screenreader und Browser wird beim BOA-Symposium am 25.09.2008 in Düsseldorf tiefere Einblicke in die Praxis eines Screenreader-Nutzers geben - möglicherweise auch mit Firefox 3, von dem Zehe schon jetzt sagt, dass er der erste grafische Browser ist, der sowohl unter Windows als auch unter dem Gnome Desktop unter Linux von Personen mit assistiven Techniken genutzt werden kann.

Einige Wünsche im Hinblick auf den neuen Browser blieben hingegen ungehört, allen voran die verbesserte Unterstützung von CSS3, die vor allem von Webentwicklern in aller Welt gefordert wird. Hier bleibt Firefox hinter Safari und Opera zurück, die bereits deutlich mehr Funktionen unterstützen und auch im Acid3-Test weiter vorne liegen. Immerhin stehen diese Punkte aber bereits auf der Liste der Entwickler für die Version 3.1, die bereits in Entwicklung ist und im Juli bereits mit einer Alpha-Version in die Testphase eintreten soll. Unterdessen werkelt man in Redmond weiterhin an der nächsten Version des IE8, die bei ersten Tests der Webentwickler-Gemeinde keine guten Noten erhalten hat. Es steht zu erwarten, dass Firefox mit der dritten Version den Marktanteil weiter ausbauen wird und mit zahlreichen Innovationen dem Marktführer von Microsoft weitere Prozente abjagt. Ein Wort mitreden wird im neuen Browser-Markt sicherlich auch der neue Opera-Ableger in der Version 9.5 − nicht zuletzt wegen der sehr ansprechenden Benutzeroberfläche und der hervorragenden Leistung.

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